
Übersicht
Der NO-Gasanalysator für den Spurenbereich (ppm-Niveau) ist für die kontinuierliche, quantitative Überwachung von Stickstoffmonoxid-Spurenkonzentrationen ausgelegt. Er findet breite Anwendung in Systemen zur kontinuierlichen Emissionsüberwachung (CEMS) sowie in der Prozesssteuerung von DeNOx-Anlagen (SCR/SNCR) – etwa in Kohlekraftwerken, Zementöfen, der Eisen- und Stahlmetallurgie und bei Industriekesseln. Durch die präzise Messung der NO-Konzentrationen sowohl an den Ein- und Auslässen der DeNOx-Systeme als auch in den Abgaskaminen ermöglicht das Gerät die Echtzeit-Bewertung der Entstickungseffizienz und die Optimierung der Ammoniakdosierung zur Vermeidung von Ammoniak-Schlupf; zudem ist es ein entscheidendes Instrument zur Einhaltung strengster Emissionsgrenzwerte und gesetzlicher Umweltauflagen.
Messprinzip
Die UV-LED-Strahlung wird durch einen Strahlteiler in einen Mess- und einen Referenzstrahlengang aufgeteilt. Der Referenzstrahl gelangt direkt zum Detektor, der ihn in einen Referenzspannungswert umwandelt. Mithilfe dieses Referenzsignals lässt sich der Alterungseffekt der UV-LED nahezu vollständig kompensieren. Der Messstrahl tritt in die Messküvette ein, wobei die Strahlung vom darin befindlichen Gas absorbiert wird. Das Absorptionsverhalten wird vom Messdetektor erfasst und zur Berechnung der Gaskonzentration in der Messküvette herangezogen.
Die Messung von Stickstoffmonoxid (NO) erfordert eine selektive UV-Strahlungsquelle im Spektralbereich um 226 nm. Hierfür wird eine mit NO gefüllte Gasentladungslampe eingesetzt, die genau die für die NO-Messung benötigte Strahlung emittiert. Das Messverfahren wird auch als UVRAS (UV-Resonanzabsorptionsspektrometrie) bezeichnet.
Anwendungen
• Kontinuierliche Emissionsüberwachungssysteme (CEMS)
Einhaltung von Grenzwerten für extrem niedrige Emissionen: Kontinuierliche Überwachung von NO-Konzentrationen im niedrigen Bereich (ppm-Niveau) in Abgaskaminen von Kraftwerken und Industrieanlagen zur Sicherstellung der Einhaltung strenger Umweltvorschriften für die gesamte NOx-Emission.
Prüfung von Schiffsmotoren und stationären Motoren: Messung von NO-Emissionen bei großen Dieselmotoren, Gasturbinen und Schiffsmotoren für Umweltzertifizierungen sowie für Forschung und Entwicklung.
• DeNOx-Prozesssteuerung (SCR-/SNCR-Systeme)
Erfassung des NO-Eingangsprofils: Überwachung der NO-Konzentration am Einlass von Anlagen zur selektiven katalytischen Reduktion (SCR) oder selektiven nicht-katalytischen Reduktion (SNCR) zur Bestimmung der NOx-Grundlast.
Vorsteuernde Ammoniakdosierung: Bereitstellung von NO-Echtzeitdaten zur dynamischen Anpassung der Einspritzmengen von Ammoniak (NH3) oder Harnstoff, um eine hohe Entstickungseffizienz mit der Vermeidung von kostspieligem Ammoniak-Schlupf in Einklang zu bringen.
Bewertung der Katalysatoreffizienz: Vergleich der NO-Werte vor und nach dem Katalysatorbett zur Überwachung von Aktivität, Alterung und Gesamtleistung des Reaktors im Zeitverlauf.
• Optimierung von Industrieöfen und Kesseln
Verbrennungsdiagnostik: Überwachung der NO-Bildung in Hochtemperaturzonen von Zementdrehrohröfen, Glasschmelzöfen und Hochöfen zur Bewertung der Verbrennungseffizienz.
Einstellung von Low-NOx-Brennern: Bereitstellung von Messdaten bei Inbetriebnahme und Optimierung von Low-NOx-Brennern (LNB) zur Minimierung der thermischen NO-Bildung.
• Chemische Industrie und Salpetersäureherstellung
Prozessgasüberwachung: Überwachung der NO-Konzentrationen in Zwischenstufen der Salpetersäure- und Düngemittelherstellung zur Optimierung der Oxidationsreaktionskreisläufe.
Messkomponenten und Messbereiche
• NO: 0 ~ 300 ppm bis 5.000 ppm
Weitere Informationen finden Sie im UV-Spektralanalysator.